Home > Weiterführende Informationen

Literatur

Studien

  • Stillen und Laktationsmedizin
    • Transmission of cytomegalovirus via breast milk to the prematurely born infant: a systematic review.

      • 26 Studien wurden von einer Gruppe österreichischer Neonatologen/Labormediziner analysiert. 51.6–100% (median 81.6%) der Mütter waren HCMV-IgG-positiv. HCMV-IgG wurde in 67– 97.2% (median 80%) der Muttermilch entdeckt und 5.7–58.6% der Babys waren HCMV-positiv. Von den infizierten Kindern waren 0–34.5% (median 3.7%) symptomatisch und schwere Sepsis ähnliche Erkrankungen traten bei 0–13.8% (median 0.7%) auf. Daten zum Langzeit-Outcome Frühgeborener mit symptomatischer HCMV Infektion ergaben ein nur geringes Risiko neurologischer und kognitiver Spätfolgen ohne Beeinträchtigung des Hörvermögens. Die Empfehlungen für stark gefährdete Frühgeborene sind sehr unterschiedlich. Die aktuellen Daten zeigen nur geringe symptomatische Erkrankungsraten bei Frühgeborenen nach einer HCMV Übertragung durch Muttermilch ohne nachweisbare Langzeitbeeinträchtigungen. Das Ergebnis des Reviews unterstützt keine generelle Empfehlung zum Verzicht auf Muttermilch oder Pasteurisierung der Muttermilch bei sehr kleinen Frühgeborenen.Zusammenfassung eines Ausschnitts der Diskussion des Reviews: Die Autoren verweisen interessanterweise auf eine bekannte Darstellung von Stagno 1980 und Stronati 2007 (Stagno S, Reynolds DW, Pass RF, Alford C. Breast milk and the risk of cytomegalovirus infection. N Engl J Med 1980; 19: 1073–1076. Stronati M, Lombardi G, Di Comite A, Fanos V. Breastfeeding and cytomegalovirus infections. J Chemother 2007; 19: 49–51). Bei beiden Autorengruppen wird die HCMV Übertragung durch Muttermilch als eine Form der gleichzeitigen aktiven/passiven Immunisierung dargestellt. In den meisten Fällen erfolgt die Infektion durch Muttermilch bei gleichzeitiger Anwesenheit von spezifischen Antikörpern gegen CMV, trotz der Anwesenheit von Immunglobulinen, Makrophagen, Neutrophilen und Lymphozyten in der Muttermilch, die eine spezifische ebenso wie eine unspezifische antivirale Abwehr bilden sollten. In Anbetracht der biologischen Bedeutung und des Ernährungswertes des Stillens sollte dieser Übertragungsweg als positiver Faktor angesehen werden. Auch drei Jahrzehnte später teilen die Autoren nach wie vor die Ansicht von Stagno et al, dass der deutlich gutbewährte Nutzen der Muttermilch die minimalen Risiken der HCMV Übertragung überwiegt.

  • Frühgeburt / Neonatologie

Bücher

  • Das Frühchen-Buch
    Werner Garbe, Thieme Verlag (2008)
  • Frühgeborene, zu klein zum Leben?
    Maina Marcovich/Theresa M. de Jong, Kösel Verlag (2008)
  • Septemberkind. Mit 380g in die Welt. Die bewegte Geschichte eines Frühchen
    Werner Müller, Verlag Becker (2006 2)
  • Frühgeburt als Herausforderung
    Klaus Srimski, Hogrefe Verlag (1999)
  • Frühgeborene brauche Liebe. Was Eltern für ihr „Frühchen“ tun können
    Kornelia Strobel, Kösel Verlag (2006)
  • Früh geboren. Leben zwischen Hoffnung und Technik
    Achim Wüsthof, Verena Böning, Urban & Fischer (2004)
  • Frühgeborene: Rat und Hilfe für betroffene Eltern
    Gerhard Jorch, Urania Freiburg (2006)
  • Den Weg ins Leben finden
  • Dr. Anne Hilgendorff,Sidus Verlag, ISBN -13 978-3-937451-15-2 Schutzgebühr 4€
  • berichtet auch von Fühchen aus Giessen

 

ESSSTÖRUNGEN BEI FRÜHGEBORENEN – Symposium Eltern und Fachpersonal, 03.10.2009