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Neugeborenen-Betreuung im Universitätsklinikum Gießen und Marburg – Standort Gießen (UKGM)

Kinderintensiv… Betreuung mit Herz und Fachwissen

Die Universitätsklinik Gießen gehört zu den führenden Kliniken für früh und krank geborene Kinder. Auf der Kinderintensivstation werden diejenigen Babys betreut, die nicht alleine atmen können oder andere Probleme nach der Geburt haben. Den klinischen Schwerpunkt bildet die Versorgung sehr kleiner Frühgeborener (Geburtsgewicht unter 1.500 g) sowie Neugeborener mit angeborenen Fehlbildungen, Stoffwechselerkrankungen, Infektionen und schweren Erkrankungen des Zentralnervensystems.

Station Moro… Liebe und Nähe für Ihre Kleinsten

Die Früh- und Neugeborenenstation ist benannt nach Ernst Moro, einem Professor für Kinderheilkunde. Hier beginnt – bei kontinuierlicher Überwachung von Atmung, Herz und Kreislauf – die verstärkte Integration der Eltern in den täglichen Pflegeablauf.
Pflege auf der Station Moro ist eine Teamleistung. Denn nicht nur eine ausgezeichnete medizinische Versorgung, sondern auch die Liebe und Nähe der Eltern verbessern die Entwicklung der Kinder. So hat beispielsweise ein früher Hautkontakt zwischen dem früh geborenen Kind und der Mutter oder dem Vater einen positiven Einfluss auf Atmung und Kreislauffunktionen.

„Känguruhen“… es darf gekuschelt werden

Ist Ihr Baby stabil, darf endlich gekuschelt werden. Durch die Känguru-Methode, bei der die Kinder eine bis mehrere Stunden unbekleidet auf die nackte Brust der Eltern gebettet werden, spüren die Kleinen Mamas oder Papas Wärme und Herzschlag. Mit Decken, Fellen und Tüchern zugedeckt verbringen die Eltern die Zeit bequem auf einem Liegestuhl und genießen die Nähe zu ihrem Baby.
Die Känguru-Methode entstand in den 1980er Jahren in Kolumbien. Hier wurden die Kleinen – bedingt durch einen Mangel an Brutkästen – auf den nackten Bauch ihrer Mutter gebunden. In dicke Tücher verpackt und durch die Mutterwärme geschützt, wurden die Frühchen vor dem Auskühlen bewahrt und entwickelten sich sogar besser als Frühgeborene in sterilen Brutkästen. Die Känguru-Methode gehört heute auch in Deutschland zum Standard in der Pflege von Frühgeborenen.